Nachbarschaftsdialoge in der Stahlindustrie

Das Genehmigungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme einer Schlackendeponie in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet Bochum-Marbach wurde seit 2010 von vielen Anwohnern mit Befürchtungen, Misstrauen und Ablehnung begleitet. Im Juni 2013 konnte sich jedoch ein Anwohnerbeirat konstituieren und bietet seither ein von hammerbacher moderiertes Forum für die Diskussion.

Die Betreiberfirma Outokumpu Nirosta berichtet in dem Gremium ausführlich über die Sanierung der Altlasten, den Ausbau der Deponie und die landschaftspflegerische Neugestaltung. Der sichtbare Fortschritt der Sanierungsmaßnahmen und der Deponiegestaltung hat die zuvor sehr kontroverse öffentliche Diskussion beruhigt.

Neues Konfliktpotenzial ergibt sich seit Ende 2016 durch die Planung von Outokumpu Nirosta, nicht nur Schlacken und Bauschutt aus dem ehemaligen Stahlwerk Bochum, sondern auch  ähnliche Abfälle anderer Anlieferer zu deponieren. Der entsprechende Änderungsantrag des Unternehmens Mitte 2017 wird durch den Anwohnerbeirat scharf kritisiert. Der Beirat hat sich jedoch trotz des Konfliktes für die Weiterarbeit des Gremiums entschieden.

Download Anwohnerbeirat

Am Standort Krefeld-Stahldorf bietet das Unternehmen einen Nachbarschaftsdialog an – er wurde bereits 2006 durch den vorherigen Eigentümer ThyssenKrupp  Nirosta begonnen. Seither begleitet hammerbacher die regelmäßigen Treffen mit Vertretern der gesellschaftlichen Gruppen und interessierten Anwohnern aus der Nachbarschaft der Anlagen in einer Kontaktgruppe. In den Treffen werden alle nachbarschaftsrelevanten Entwicklungen von Outokumpu vorgestellt, auch Besichtigungen stehen auf dem Programm.